Kostenlose Girokonten im Vergleich Mai 2016

Hier finden Sie den Vergleich der kostenlosen Girokonten. Ein Vergleich der Angebote zeigt, welches Girokonto am besten zu Ihnen passt. Weitere Details finden Sie auf der jeweiligen Anbieter-Seite

Der Test vom Mai 2016 im Überblick:

Bank
Beschreibung
Kunden Erfahrungen
Details

Platz 1 & TESTSIEGER: comdirect bank - bis zu 150 Euro Prämie

Bonus: 150 €
Kontoentgelt: 0 €
Kreditkarte: 0 €
Guthabenzins: 0%
Dispozinsen: 8,95%

Eine hohe Sicherheit wird gewährleistet und für die Eröffnung gibt es bis zu 150 Euro an Prämie. Zum Konto gibt es kostenlos eine VISA-Kreditkarte und EC-Card auf Wunsch dazu. Die Führung des Kontos ist kostenlos und der Dispozins beträgt 8,95 Prozent. %. Kostenlose Barabhebungen an 9.000 Geldautomaten in Deutschland.
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Prämien:
Service:
Banking:

Platz 2: Postbank - bis zu 250 Euro Prämie

Bonus: 250 €
Kontoentgelt: 0 €
Kreditkarte: 0 €
Guthabenzins: 0,05%
Dispozinsen: 10,95%

Die Kreditkarte Visa-Card im ersten Jahr kostenlos. Bis zu 250 Euro gibt es an Prämie für Neukunden. EC-Card ist gratis. Der Dispozins beträgt 10,95 %. Bargeld kann kostenlos an 9.000 Geldautomaten abgehoben werden. Es gibt 0,05 % Zinsen und bis zu 1,5 in der Kombi mit dem Tagesgeldkonto.
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Prämien:
Service:
Banking:

Platz 3: DAB Bank - 50 Euro Startguthaben

Bonus: 50 €
Kontoentgelt: 0 €
Kreditkarte: 0 €
Guthabenzins: 0%
Dispozinsen: 7,5%

Die Verwaltung des Kontos ist einfach gestaltet. Zur Kontoeröffnung gibt es 50 Euro Startguthaben. Niedrige Zinsen von nur 7,5 Prozent bei einer Überziehung des Kontos. Kreditkarte (Mastercard) und EC-Card sind kostenlos. Bargeld kann an mehr als 9000 Automaten abgehoben werden. Mobile App und persönlicher Finanzmanager vorhanden.
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Prämien:
Service:
Banking:

Platz 4: Ing-Diba mit 100 Euro Bonus

Bonus: 100 €
Kontoentgelt: 0 €
Kreditkarte: 0 €
Guthabenzins: 0%
Dispozinsen: 7,5%

100 Euro Bonus bei der Kontoeröffnung. Es sind 90 Prozent aller Geldautomaten in Deutschland kostenlos nutzbar. Das Konto ist auch als Tagesgeldkonto nutzbar und für das Guthaben gibt es 1,25 Prozent. Der Dispozins beträgt 7,5 Prozent. Die Visa-Kreditkarte und die EC-Card sind kostenlos.
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Prämien:
Service:
Banking:

Die Bankenlandschaft hat sich in Deutschland und Europa, ja der ganzen Welt, in den letzten Jahren deutlich geändert. Die Banken beherrschen zwar immer noch Wirtschaft und Politik, sie haben jedoch neuerdings Probleme, ihre Profite zu erwirtschaften. Seit den Zeiten der letzten weltweiten Finanzkrise und der darauf folgenden mühsamen Konsolidierung der Geldmärkte müssen sich die Finanzinstitute nach der Decke strecken. Denn ihr eigentliches Geschäft, die Erwirtschaftung von Erträgen durch Geldverleih, ist perdu. Das seit Jahrhunderten erfolgreich angewendete Prinzip des Kapitalismus: Geld verdient Geld, funktioniert nicht mehr, seitdem die Zinsen gen null gehen. Der kleine Bankkunde merkt diesen Engpass der Geldindustrie, wenn er plötzlich auf gewohnte Leistungen verzichten muss. Beispielsweise auf ein kostenloses Girokonto. Selbst wenn ein solches Konto, das für jeden Menschen lebensnotwendig geworden ist, ohne monatliche Gebühren von der Bank betrieben wird, fallen doch durch die Hintertür Kosten an. Etwa Gebühren für den Kontoauszug, für das Zusenden desselben, künftig sogar für eine Bankberatung.

Wer beispielsweise Kontoauszüge aus vergangenen Jahren in gedruckter Form von seinem Geldinstitut haben möchte, wird dafür kräftig zur Kasse gebeten.

Onlinebanking macht‘s möglich

geldwaageEine immer geringer werdende Zahl von Banken bietet kostenlose Konten. Es sind fast ausschließlich Onlinebanken oder die Onlinefilialen herkömmlicher Geldinstitute, bei denen man ein Girokonto kostenlos eröffnen kann. Letztere haben eine Konstruktion erfunden, bei der die Bankaktivitäten des Kunden, sofern sie in einer Filiale stattfinden, kostenpflichtig sind. Führt der Kunde das gleiche Konto bei der gleichen Bank im Internet, ist es ein gratis Konto. Gerade bei solchen Konstrukten muss der Kunde genau darauf achten, welche Dienstleistungen er wo beauftragt. So ist beispielsweise bei fast allen Banken mittlerweile die Überweisung in Papierform gebührenpflichtig, auch wenn der Kunde an sich das kostenlose Girokonto besitzt. Noch ist bei vielen Geldinstituten ein ausgedruckter Kontoauszug gebührenfrei, wenn ihn sich der Kunde selbst beim Kontoauszugdrucker abholt. Solche Dinge werden sich allerdings in Zukunft drastisch ändern. In Zeiten, wo immer mehr das Handy zum Portemonnaie wird, werden sich die Banken den Betrieb eines Kontoauszugdruckers honorieren lassen.

Überhaupt können die Banken langfristig nur überleben, wenn sie immer mehr der Tätigkeiten vom Kunden selbst ausführen lassen und diese ins Internet verlegen. Sodass sie selbst keine Menschen mit entsprechend hohen Personalkosten vor Ort beschäftigen müssen. Die Bankfiliale ist eine aussterbende Form des Kundenservice. Das wird einhergehen mit dem immer größeren Verzicht auf das Bargeld. Beides, die Virtualisierung der Bankgeschäfte und der Ersatz von Hartgeld durch Plastikgeld ermöglicht den Banken langfristig das Überleben. Mit allen Konsequenzen für Bankmitarbeiter und ihre Kunden. Immer weniger Bankmitarbeiter werden als Ansprechpartner für die Kunden zur Verfügung stehen und wenn, dann nur per Internet, E-Mail oder Telefon. Auch müssen das nicht mehr ausgebildete Bankfachleute sein, wie es heutzutage noch der Fall ist. Denn das normale Bankgeschäft des Kunden, Ein- oder Auszahlungen, Überweisungen, Terminüberweisungen oder Aktienkäufe, macht der Kunde selbst, er benötigt dazu keine qualifizierte Fachkraft. Es genügt, wenn beispielsweise an der Hotline einer Bank, die in einem Callcenter aufläuft, ein oder zwei fachkundige Mitarbeiter in diesem Callcenter sitzen. Der Rest können angelernte Kräfte sein, die entsprechend billiger sind.

Kostenlose Girokonten sind nicht umsonst zu haben

geldpaketWenn auch in Zukunft ein Girokonto kostenlos ist, wird es nicht umsonst sein. Der Kunde muss dafür Abstriche bei der Leistung der Bank und deren Service hinnehmen. Dass er dazu bereit ist, zeigt der Erfolg der reinen Onlinebanken. Denn in 95 % der Situationen, mit denen der Bankkunde mit seinem Institut zu tun hat, ist eine fachkundige Beratung wirklich nicht erforderlich. Es muss kein teurer Spezialist sein, der einen Überweisungsträger entgegennimmt. Der Trend ist unaufhaltsam, dass die Geldinstitute das Privatkundengeschäft minimieren, was Aufwand und Service betrifft. Leider wird in diese Richtung auch die Betreuung der Geschäftskunden tendieren. Wobei es für Firmen und Unternehmen generell kein kostenfreies Girokonto geben kann. Denn der Aufwand für die Bank ist bei einem solchen Konto deutlich höher als bei Privatpersonen. So ist etwa die Einrichtung eines Geschäftskontos wegen der erforderlichen Prüfpflichten der Bank (Themen Geldwäsche, Vertretungsbefugnis, Insolvenzsicherung) sehr arbeitsintensiv für das Unternehmen.

Neben der Verlagerung der Bankdienstleistungen in das Internet werden immer mehr dieser Leistungen wegfallen. Der Kunde muss sich entscheiden, ob er ein gebührenfreies Girokonto wünscht oder doch lieber alle Leistungen nutzt, die dann aber kostenpflichtig sind. Noch ist es beispielsweise so, dass die Banken gesetzlich verpflichtet sind, mindestens einmal im Monat dem Kunden einen Kontoauszug kostenlos zur Verfügung zu stellen. Hier wird sich über kurz oder lang die Politik dem Ansinnen der Banker beugen und dafür eine Gebühr genehmigen. Gleiches gilt für die Einrichtung oder Änderung eines Dispokredites, eines Dauerauftrages, der Besorgung einer Terminüberweisung. Irgendwann werden sämtliche Dienstleistungen eines Geldinstitutes sich als Gebühren auf dem Kontoauszug wiederfinden. Dennoch hat der Kunde prinzipiell ein gratis Girokonto.Daher empfiehlt es sich, die Girokonten zu vergleichen.

Nur es wird eben keine monatliche pauschale Gebühr geben, sondern die Abrechnung einzelner Leistungen.

Mikropayment ist im kommen

geld in handMit der sukzessiven Verringerung des Einsatzes und der Verwendung von Bargeld und der immer mehr sich durchsetzenden Virtualisierung des Zahlungsverkehrs gewinnt das Problem des Mikropayment immer mehr an Bedeutung. Die Bezahlung kleinster Summen ohne Bargeld ist derzeit noch ein Hemmnis beim vollständigen Verzicht auf Bargeld. Es wird die Zeit kommen, da selbst ein kostenfreies Girokonto dann Gebühren erzeugt, wenn der Kunde etwa Bargeld einzahlt oder abhebt. Wohlgemerkt, bei der eigenen Bank, nicht bei einem Fremdinstitut. Mit neuen Techniken wie NFC oder RFID, wie sie in neueren Handys eingebaut sind, muss der Kunde kein Bargeld in der Tasche haben, der Kassierer im Geschäft keine Kasse, müssen die Sicherheitsinstitute kein Bargeld transportieren usw. Die dadurch erzielten Synergie-Effekte werden die Banken zunächst dazu nutzen, weiterhin gratis Konten anbieten zu können. Irgendwann werden die Einsparungen daraus jedoch nicht mehr ausreichen, die Gewinne der Banken zu realisieren. Zudem die Probleme bei Mikropayment, da alles nur noch über das Internet läuft, stetig zunehmen werden, selbst wenn sich die eine oder andere Technik etabliert hat. Der Bankräuber der Zukunft wird es dann nicht nötig haben, die alte Oma auszurauben oder einen Geldautomaten zu sprengen. Er muss dann nur noch den NFC-Code eines Handys knacken, um sich bequem per Telefonrechnung beim Handybesitzer zu bedienen. Spätestens an dieser Stelle wird der Bankkunde bereit sein, obwohl er ein kostenloses Girokonto besitzt, für die Sicherheit dieser Methode Geld zu bezahlen.